Höhepunkte der Solidaritätsaktionen
Fristlose Kündigung und
absolutes Hausverbot für Gottfried
Schweitzer
Am 12.08.08 erhält Gottfried
Schweitzer, der seit der Gründung des
Bauspielplatzes Friedenspark
(„Baui“) vor über 30 Jahren
dort als Pädagoge arbeitet, seine
fristlose Kündigung und Hausverbot
überreicht - ohne Begründung.
Gegenüber dem Betriebsrat erklärt die
Geschäftsführung der JugZ gGmbH,
Träger des Baui: Ein Strahler, der seit
vielen Jahren im Außenbereich den Platz
beleuchtet, sei zerstört worden und unter
gewissen Umständen hätte sich da ein
Kind tödlich verletzen können.
Gründung des
Solidaritätskomitees
„Schweitzergarde“
Am folgenden Abend, dem 13.08., treffen sich
über 100(!) empörte Leute,
diskutieren über die angegebenen sowie die
eigentlichen Hintergründe für die
Kündigung und gründen das
„Solidaritätskomitee
Schweitzergarde“. Für den folgenden Montag wird ein erstes Organisationstreffen anberaumt.
Transparentaktion auf dem
Eierplätzchen
Auf dem Eierplätzchen werden
Protesttransparente aufgehängt, um die
Öffentlichkeit auf den Skandal um die
Kündigung von Gottfried Schweitzer
hinzuweisen.
Großer Demonstrationszug zur JugZ
150 Teilnehmer – über 3400 Unterschriften übergeben – Riesen Erfolg: In bester Stimmung zogen am Dienstag etwa 100 Kinder, Jugendliche und Eltern zur Geschäftsstelle der JugZ gGmbH in Ehrenfeld; davor und auch immer wieder in der Straßenbahn ertönte es vor allem von den Kindern immer wieder lauthals: „Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns den Goofy klaut!“
Zum Bericht über den Protestzug...
Gottfried Schweitzer bekommt Post von der Bezirksvertretung Innenstadt:
„Sehr geehrter Herr Schweitzer,
die politischen Mitglieder des Beirats der Jugendzentren Köln gGmbH empfehlen der Geschäftsleitung, die Kündigung Ihnen gegenüber zurückzunehmen und Sie bei Gewährung der vollen Bezüge solange von der Arbeit freizustellen, bis ein Schlichtungsgremium einen Lösungsvorschlag erarbeitet hat....
Dieser Vorschlag dient dazu, weiteren Schaden von der Einrichtung abzuwenden.
Diese Empfehlung wurde mehrheitlich von den politischen VertreterInnen im Beirat verfasst.“
Offener Brief der Grünen Ratsfraktion: „...fühle mich von der Geschäftsführung getäuscht...“
Die Ratsfraktion der Grünen schreibt in einem offenen Brief an Gottfried und die Schweitzergarde:
„In der Sonder-Aufsichtsratssitzung
der JugZ vom 29.8.08 wurde der Geschäftführung ein Lösungsvorschlag empfohlen,
der u.a. eine gütliche Einigung zwischen JugZ und Gottfried Schweitzer vorsah.
Durch diverse Mails von der Schweitzergarde, einzelner Privatpersonen und auch
der Geschäftsleitung muss ich nun feststellen, dass
- bis zum heutigen Tag kein Gespräch mit Herr Schweitzer stattgefunden hat
und
- der Lösungsvorschlag der Aufsichtsratsitzung von der Geschäftsleitung
nicht umgesetzt wurde und nun eine andere - nicht mit dem Aufsichtsrat
abgesprochene - Lösung verfolgt wird.
Ich fühle mich von der Geschäftführung getäuscht, weil ich erst sehr spät über diese
Änderungen informiert wurde und gleichzeitig eine Empfehlung des Aufsichtrates
nicht ernst genommen wird.“
© r.ehricke
4.006 Unterschriften vorm Rathaus übergeben
Die Schweitzergarde übergibt vor der Sitzung des Jugendhilfeausschusses der Stadt Köln auf den Treppen des Spanischen Baus die bisher über 4000 gesammelten Unterschriften an die Jugenddezernentin, Frau Klein, und an Frau Blum, die Leiterin des JHA.
Zum Bericht über die Unterschriftenübergabe...
Straßentheater, Musik und Infostand an der Severinstorburg von 16 - 18 Uhr
Großer Erfolg!
Über 30 Schweitzergardisten beteiligten sich zum Teil 3 Stunden - über 1000 Flugblätter wurden verteilt -
Klaus der Geiger und Yopi von Consenso musizierten - 128 neue Unterschriften gesammelt - 3 x das Straßentheater "baui" aufgeführt...
"Geisterzug" um 17.30 Uhr vom Baui zum Chlodwigplatz - anschließend: Gruselfest...
Über 100 Geister...
...vertrieben zahlreiche böse Geister, darunter auch die Geißel der Südstadt, mit Krach und Fackeln.
Anschließend wurde bis zur Geisterstunde gefeiert und gefeuert..
...weils auch der erste Geisterzug an Halloween in Köln war, hat der Stadtanzeiger am 4.11.
einen großen Bericht gebracht!
Jan
"Zeitung der Schweitzergarde" erschienen
8 Seiten, DIN A 4, 5000 Auflage
Abholen beim Gardetreffen oder in Galerie Smend
Die gesamte Zeitung...
Prozess vor dem Arbeitsgericht: Großer Erfolg!
Die ersten beiden fristlosen Kündigungen von G. Schweitzer wurden für unwirksam erklärt!
70 Freunde von der Schweitzergarde kamen zur Kundgebung vor dem Arbeitsgericht mit Musik – wie immer! Freunde kamen sogar aus Düsseldorf, Essen, Bochum und vor allem aus Menden/Hochsauerland!
Arbeitsgericht:
G. Schweitzer ist zu Unrecht versetzt und muss wieder auf dem Baui arbeiten -
das Hausverbot ist aufzuheben - schallende Ohrfeigen für die JugZ-Geschäftsführung
Über 25 Schweitzergardisten unterstützten G. Schweitzer bei der heutigen Verhandlung vor dem Arbeitsgericht -
Arbeitsgericht:
Verhandlung über die Zwangsvollstreckung des Urteils vom 4.8. (siehe unten)
7. November: Protest-Transparent an der Südbrücke
< Freitag, den 6. November, war die öffentliche Verhandlung. Es ging um den Antrag: An jedem Tag, an dem die Geschäftsführung der JugZ dem Urteil vom 4.8.
zuwider handelt, soll sie 100.000 Euro Strafe zahlen - ersatzweise Haft
-mal wieder hat die Geschäftsführung der JugZ Zeit geschunden, anstatt ein Gerichtsurteil anzuerkennen!
Und: Nach einhelliger Meinung sowohl der über 20 Schweitzergardisten, die an der Verhandlung teilnahmen, wie auch des DGB-Anwalts von G. Schweitzer ist das Rechtssystem eindeutig im Interesse der Arbeitgeber.
Und es gab sofort Protest: Noch in derselben Nacht erschien ein riesiges, wohl 40 - 50 m langes Transparent an der Südbrücke, weithin - z.B. vom Südkai aus - sichtbar: "GERECHTIGKEIT FÜR GOTTFRIED SCHWEITZER" ist darauf zu lesen - trotz heftigem Sturm...
Was war passiert?
Rundmail vom 7. Nov. 2009
Mittwoch, 11. November, 17 Uhr,
"Schweitzergarde goes Eierplätzchen"Auf dem Eierplätzchen - öffentlich für jeden
trafen sich über 30 Kinder, Jugendliche und Ältere:
Es gab Glühwein und Gummitwist und viele Gespräche
Berichte über die Verhandlung und die weitere Arbeit:
"Garde goes Eierplätzchen!"
Mittwoch, 9. Dezember, 17 Uhr,
"Garde goes Eierplätzchen"
- Musik: "Zu laut" - mit über 100 Besuchern!Auf dem Eierplätzchen - öffentlich für jeden - gab es weihnachtlich:
- aktuelles von Politik und Gericht
- Weihnachtmänner und -männchen
- Glühwein und nette Leute
- Feuer und Weihnachtsbaum und ....
PS: Der Weihnachtsmann ist zwar eine erst 60 Jahre alte Erfindung von Coca Cola - trotzdem!